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Ueber die Absonderung des Kalksteins von Ellichausen bei Göttingen

Lang, Heinr. Otto

Kurzfassung

Vom dichten Kalksteine wird in den Lehrbüchern der Gesteinskunde zwar seine häufige Zerklüftung erwähnt, die oft auch parallelepipedische, quaderförmige oder unregelmässig polyëdrische Formen resultiren lässt; bis jetzt ist aber meines Wissens noch nirgends eine säulenförmige Absonderung vom Kalksteine gefunden oder beschrieben worden und erscheint es mir daher geboten, die säulenförmige Absonderung des Kalksteins der Ceratiten - Schichten von Elliehausen bei Göttingen in ihren Verhältnissen näher darzulegen. Mit Stylolithen oder sogen. Stängelkalke, an die bei Erwähnung säulenförmig abgesonderten Kalksteins gedacht werden könnte, haben die zu beschreibenden Säulen in ihn Formverhältnissen weiter nichts gemein, als das Vorwalten der Längen-Dimension über die beiden anderen. Die durch die Absonderung resultirten Säulen des Kalksteins sind zwar im Verhältnisse zu denen eruptiver Gestein von winzigen Dimensionen, stehen aber in morphologischer Beziehung, d.h. betreffs der Glätte ihrer Flächen und betreffs der Proportion der Dimensionen, ihrer Schlankheit, denselben näher, als den bei thonigen Concretionen bekannten Septarien. Sie erscheinen mit allen ihren Unregelmässigkeiten wie Basalsäulen en miniature; wenigstens sind sie den etwas unregelmässig ausgebildeten Basalt-Säulen vom Hohenhagen bei Dransfeld sehr ähnlich, wenn auch in verjüngtem Massstabe. Ihre Dimensionen schwanken zwischen 10 Cm. in der Länge bei circa 13 Mm. grösstem Durchmesser bis wenig als 3 Cm. Länge und weniger als 3 Mm. Durchmesser.