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Die Kaoline des thüringischen Buntsandsteins.

Schmid, E. E.

Kurzfassung

I. Auffindung des Kaolins im thüringischen Buntsandsteine. Vor geraumer Zeit - etwa vor hundert Jahren - entdeckte der Candidat der Theologie Macheleidt den Kaolin-Gehalt in einigen Buntsandsteinen Thüringens und erwies seine Brauchbarkeit zur Porcellan-Fabrication. Er gründete, wie J. C. W. Voigt berichtet, die erste thüringische Porcellan-Hütte zu Volkstedt, welcher bis zum Jahre 1800 diejenigen zu Wallendorf, Limbach, Rauenstein, Ilmenau, Breitenbach, Gotha, Blankenhayn, Kloster-Veilsdorf, Schleitz, Schney, Eisenberg und Tettau und nachher noch mehrere andere nachfolgten. In allen diesen Hütten hörte jedoch der ausschliessliche Gebrauch des Buntsandstein-Kaolins, wenigstens zur Herstellung der Porcellan-Masse selbst nach und nach auf, weil ohne Zusatz auswärtiger Kaoline keine schöne Waare erhalten wurde. Dagegen erwies sich der thüringische Buntsandstein-Kaolin für sich sehr brauchbar zur Anfertigung der Kapseln und später von Chamotte-Waaren und als Zusatz zur Papiermasse. Damit schon ist Anlass genug gegeben zu einer genaueren Untersuchung des thüringischen Buntsandstein-Kaolins und seiner Beziehungen zu anderen Kaolinen. Eine solche fehlt aber trotzdem noch immer. Zu diesem allgemeinen Anlass kam für mich noch ein besonderer hinzu, zufolge der mir übertragenen geognostischen Aufnahme einiger Buntsandstein-Gebiete, innerhalb deren Kaolin-führende Glieder mächtig entwickelt sind. Dazu gehören vornämlich die Umgebungen von Eisenberg, Osterfeld und Ilmenau.