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Ueber Aerinit und Ginilsit.

Rammelsberg, C.

Kurzfassung

Aerinit. Ein derbes, dunkelblaues Mineral, angeblich aus Aragon stammend, erscheint in seiner Masse homogen, ist aber an einzelnen Stellen mit einem Anflug von Brauneisenstein überzogen. Das V.-G. ist = 2,670. Vor dem Löthrohr entfärbt es sich und schmilzt an den Kanten zu einem bellen oder dunklen Glase. Wird das lebhaft blaue Pulver mit Chlorwasserstoffsäure gelinde erwärmt, so wird es weiss und die Flüssigkeit grünlichgelb. In letzterer lässt sich durch Schwefelwasserstoff kein Kupfer, durch molybdänsaures Ammoniak keine Spur Phosphorsäure nachweisen; sie enthält beide Oxyde des Eisens, Thonerde, Kalk und Magnesia. Die durch Kochen mit Chlorwasserstoffsäure abgeschiedene Kieselsäure ist pulverig und enthält noch ansehnliche Mengen von Eisen, Thonerde und Kalk. Der Gewichtsverlust bei gelindem Erhitzen, wobei die Stückchen gelblich oder braun erscheinen, schwankte in zwei Proben zwischen 10,5 und 12,0 pCt., durch Glühen stieg er auf 12,07 und 13 pCt. Der volumetrisch bestimmte Gehalt an Eisenoxydul ergab sich ebenfalls etwas veränderlich, zwischen 2,66 und 4,0 pCt. - Das Mittel mehrerer Versuche war 3,16. Resultat zweier Analysen: [...]