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Granitapophysen von Porphyrfacies und mit Sphaerolithen im Harz

Lossen, K. A.

Kurzfassung

Wie Du weisst, ist das auf der Ostseite der Brocken-Granit-Masse belegene Harzgebiet der hauptsächliche Gegenstand meiner diesjährigen geologischen Kartirung. Bei derselben stiess ich unter Anderem auf die Quarz-Porphyre von Hasserode, welche die von F. A. Roemer colorirte Prediger'sche Harzkarte (IItes Blatt: Wernigerode) 1:50000 an vier Punkten westlich und südwestlich des genannten Ortes in der Nähe der Granit-Grenze als ,rothe Quarzporphyre" angiebt. Streng hat die Gesteine unter diesem Namen zusammen mit den Porphyren der Umgegend von Lauterberg, mit dem Auerberg-Porphyr und dem von Ludwigshütte monographisch beschrieben und in seiner sorgfältigen Weise chemisch analysirt, während C. F. Jasche, der mehrere Menschenalter hindurch so würdig die Geognosie in der Grafschaft Wernigerode vertrat, wohl zuerst die Aufmerksamkeit auf das geologische Vorkommen gelenkt hat. Da, wie schon Streng geahnt und ich durch meine Untersuchungen am Bode-Gang bewiesen habe, die rothen Quarzporphyre des Harz nicht alle die gleiche geologische Werthigkeit besitzen, indem den postgranitischen ächten Quarzporphyren des Auerberges und Ravenskopfes n. a. aus der Zeit des Rothliegenden die Porphyr-Facies des Ramberg-Granites im Bodegang (Ludwigshütte u. s. w.) aus der oberen (productiven) Carbonzeit scharf geschieden gegenübersteht, war ich von vornherein gespannt, welche Werthigkeit die Hasseroder Porphyrformation haben möchte. Um so mehr durfte ich dies ohne subjective Voreingenommenheit sein, als Jasche in seinem Hauptwerke (Die Gebirgsformationen in der Grafschaft Wernigerode u. s. w. 1863. S. 19) von den in Rede stehenden Porphyrbildungen sagt, dass sie ,sich unmittelbar an die Granitgebilde anschliessen und damit in Verbindung stehen".