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seine in der Februar-Sitzung d. J. begonnenen Besprechungen von Calamariengattungen der Steinkohlenformation

Weiss

Kurzfassung

Herr Weiss setzte seine in der Februar-Sitzung d. J. begonnenen Besprechungen von Calamariengattungen der Steinkohlenformation fort und behandelt diesmal solche Typen, welche man unter der Bezeichnung Huttonia, Equisetites, jetzt auch nach Schimper Macrostachya zu verstehen pflegt. Unter den Steinkohlenresten kommen grosse walzliche ährenförmige Körper vor, von 1 1/2-3 1/2 Cm. Querdurchmesser mit dicht übereinander stehenden Blattquirlen, die grössten Fruchtstände dieser Familie, welche schon länger die Aufmerksamkeit erregt haben. Den ersten hierher gehörigen Rest bildete Brongniart schon 1822 ab, dazu fügte Bronn 1828 einen andern, als Equisetum infundibuliforme, den Ersterer in seiner histoire d. vèg. foss. 1828 copirt und mit jenem ersten zusammenstellt. Beide stammten von Saarbrücken und wurden unter dem angegebenen Namen als identisch aufgeführt, jedoch gehört der Bronn'sche Rest einer andern Pflanze, nicht dem hier zu besprechenden Typus an. Sternberg wandelte später den Namen in Equisetites um. Derselbe beschrieb aber 1837 noch einen ähnlichen Typus als Huttonia spirata aus Böhmen. Zu dieser letzteren Gattung rechnet Andrae im Germar'schen Werke 1849 seine Huttonia curinata, die er für verschieden von Equisetites infundibuliformis hält, unter welchem Namen auch Gutbier Reste abbildete. Für diese Formen von Wichtigkeit ist demnächst, was Geinitz als Equisetites infundibuliformis zusammenstellt.