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Verbreitung der Cephalopoden in der oberen Kreide Norddeutschlands.

Schlüter, Clemens

Kurzfassung

Nachdem die Beschreibung und bildliche Darstellung der Cephalopoden der oberen deutschen Kreide vollendet vorliegt, dürften die geognostischen Ergebnisse, die Verbreitung der Arten in den einzelnen unterschiedenen Niveaus ein allgemeineres Interesse besitzen und mögen deshalb hier zur Besprechung gelangen. Am besten und längsten bekannt sind durch die Arbeiten D'Orbigny's die Cephalopoden der französischen Kreide, welcher bereits in der Paléontologie française allein aus den Etagen über dem Gault 63 Arten kennen lehrte. Aus den gleichen Schichten der englischen Kreide bat Sharpe in den Memoirs of the Palaeontographical Society 73 Cephalopoden beschrieben, obwohl es ihm nur noch vergönnt war von den irregulären Ammoneen die Gattung Turrilites mit zu bearbeiten. Durch den Monographeu der norddeutschen Kreidebildungen, durch Adolph Roemer waren aus der oberen deutschen Kreide bekannt geworden 7 Ammoniten und ausserdem noch 26 sonstige Cephalopoden. Gegenwärtig beläuft sich die Zahl der aus dem gleichen Schichtencomplexe Norddeutschlands bekannten Cephalopoden auf 155 Arten, unter diesen 61 Ammoniten. Ihre Vertheilung durch die einzelnen Zonen ist also in den folgenden Blättern darzulegen.