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Actinocamax quadratus auf Wollin

Behrens, C.

Kurzfassung

Mit den Ihnen bekannten Arbeiten über die Kreideablagerungen in Lebbin und Kalkofen beschäftigt, besuchte ich auch die 2-3 Stunden östlich von der Stadt Wollin gelegene, zur Kreideformation gehörige Umgegend von Parlow und Trebenow und fand an zwei, wohl eine Stunde auseinander liegenden Orten in Steinbrüchen aufgeschlossen ein Material, welches von der Lebbiner Kreide wesentlich abweicht. Es sind zum grössten Theil feste, harte Kalksteine von meist eckigen Formen, welche bei dem geringen Aufschluss das Fallen und Streichen der Schichten nicht erkennen Hessen. Ich hatte das Vergnügen, nach kurzern Suchen mehrere Versteinerungen aufzufinden, deren leidlicher Erhaltungszustand die Bestimmung derselben nicht schwer machte. Vor Allem erwähne ich ein gut erhaltenes Stück eines Actinocamax quadratus, sowie ein eben solches von einem Scaphiten, dessen nähere Bestimmung ich nach meiner Rückkehr in Berlin zu machen gedenke. Ausserdem fand ich Ostrea vesicularis und Stacheln von Cidaris nebst einigen anderen fragmentarisch erhaltenen Petrefacten. Ich gehe wohl nicht fehl, wenn ich, besonders gestützt auf die Anwesenheit der erst genannten Versteinerung, diese Schichten, welche sich im Umkreis von mehreren Stunden erkennen lassen, in den Horizont des Actinocamax quadratus einreihe. Es würden die Schichten demnach älter sein als die Rügener Kreide mit Belemnitella mucronata und jünger als die Kreide zu Lebbin und Kalkofen, in welcher ich bisher keinen von den beiden obengenannten Belemniten gefunden habe.