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Homblende- und Bronzitgesteine im Sesia-Thale, M. Rosa

Stelzner, Alfred

Kurzfassung

Vor einiger Zeit wurden mir drei Proben derjenigen Gesteine übergeben, in welchen die Nickel - haltigen Magnetkieslagerstätten von Varallo im Sesia-Thale (M. Rosa-Gebiet) aufsetzen. Das eine Gestein stammt vom Monte Rosso, nahe bei der Cevia-Grube, erscheint makroskopisch als ein ziemlich grobkrystallinischer Hornblendefels von braunschwarzer Farbe und zeigt auch unter dem Mikroskope fast nur Hornblende. Dieselbe besitzt sehr deutlichen Pleochroismus (farblos und blassroth), aber keine Absorption, ist jedoch im Uebrigen durch Spaltbarkeit und Lage ihrer optischen Hauptschnitte wohl charakterisirt. Mit dieser Hornblende gemengt, tritt nun noch ein grünes isotropes Mineral in vereinzelten, unregelmässig umgrenzten Körnern auf; dasselbe erinnert an Chromspinell. Das Verhalten dieses ersten Gesteines zur Lagerstätte wurde mir nicht angegeben. Das zweite Gestein ist das Nebengestein der Cevia-Grube und zwar dasjenige, in welchem die Lagerstätte arm sein soll. Es ist so feinkörnig, dass man makroskopisch nur Plagioklas und kleine rothbraunc Glimmerschüppchen deutlich zu erkennen vermag. Unter dem Mikroskop löst es sich in ausgezeichnet deutlicher Weise in ein rein krystallines Gemenge von frischem Plagioklas, Körnern von Bronzit und von vereinzelten Lamellen rothbraunen Glimmers auf, lässt sich also wohl als ein feinkörniger Bronzit-Gabbro bezeichnen. Die spärlich in demselben eingewachsenen Partikelchen von geschwefelten Erzen finden sich zuweilen auf Spalten des einen oder anderen Gemengtheiles, aber besonders gern an der Peripherie der Bronzit-Körnchen concentrirt. Das dritte untersuchte Gestein, ein feinkörnig grünschwarzes Mineralgemenge, in welchem mit der Loupe nur einzelne gelbgrüne Körnchen und kleine metallisirende braune Spaltflächen zu erkennen sind, stammt aus dem gegen Ost getriebenen tiefen Stollen der Grube von Varallo und erwies sich dort als der Erztührung günstig.