Original paper

Über Flötzlagerungskarten.

Mietzsch

Kurzfassung

In der letzten Hälfte des vorigen Jahres verwendete ich einen grösseren Theil meiner Zeit dazu, die Methoden einer Prüfung zu unterziehen, nach denen man die Lagerungsverhältnisse unserer Kohlenflötze darzustellen pflegt, weil mir es bei den Vorarbeiten für meine Geologie der Kohlenlager hatte scheinen wollen, als seien in dieser Beziehung mancherlei Mängel noch vorhanden, deren Beseitigung möglich sein dürfte. Kurze Zeit darauf wurde ich mit der Untersuchung und kartographischen Darstellung der Kohlenfelder von Zwickau und Oelsnitz-Lugau für die geologische Landesuntersuchung in Sachsen betraut und erhielt dadurch unerwartet Gelegenheit, die privatim gesammelten Erfahrungen zu verwerthen. Die Untersuchung des Zwickauer Reviers ist zum grösseren Theile vollendet. Die dabei bearbeitete Karte liegt Ihnen im Entwürfe von 1/5000 nat. Gr. vor. Gestatten Sie mir, zur Erläuterung derselben einige Bemerkungen, weil die für dieselbe gewählte Darstellungsweise von der in diesem Theile der Kartographie herrschenden abweicht, sich aber enger an die topographischen Grundlagen für unsere neueren geologischen Karten anschliesst. Auf den Karten von Kohlenfeldern, welche geologischen Zwecken dienen sollen, müssen einerseits die. Verbreitungsgebiete der Flötze durch Angabe der Ausstriche, Bauwürdigkeitsgrenzen u. dgl., andererseits die Lagerungsverhältnisse in den inneren Theilen des Feldes hervorgehoben werden. Die ersteren sollte man unbedingt in der Karte da eintragen, wo sie sich wirklich befinden; denn wenn dieselben an der Oberfläche liegen, so wird durch die Höhenlinien unserer neueren Karten ein richtiges Bild von den Lagerungsverhältnissen an den Grenzen entstehen; wenn sie in der Tiefe erschlossen worden sind, so kann man durch entsprechende Angaben leicht die erforderliche Klarheit herbeiführen.