Original paper

Eine Photographie von Coccosteus Bickensis v. Koenen

Seebach, V.

Kurzfassung

Das Exemplar von Coccosteus aus den Goniatitenkalk von Bicken, welches ich als C. Bickensis beschrieben habe, ist nur seitlich etwas verdrückt und zeigt sonst fast alle Knochenplatten in natürlicher Lage. Die oberen Kopfknochen Hessen sich leider nicht auf derselben Photographie mit darstellen. Von den englischen Arten, C. decipiens etc., unterscheidet sich das Stück sehr bedeutend, schon durch die sehr viel längere und dabei viel schmalere, hinten abgerundete Rückenplatte (11). Auch der C. hercynicus H. v. Meyer scheint ganz verschieden zu sein, soweit ein so defectes Exemplar zu einem Vergleich geeignet ist. Die Nummern auf den Platten sind die von Pander angenommenen. Wie es scheint, ist Pander's Reconstruction in etwas zu verändern. Es liegen die Infraorbilalbögen (18) beide nebeneinander (von dem rechten ist nur das hintere Stück auf diesem Exemplar, der Rest auf der Gegenplatte zu sehen) bedeutend weiter nach hinten, als Pander annimmt. Ausserdem ist aber am unteren Rande ein? Ruderorgan (ohne Celenk oder Naht in der Mitte) sichtbar, welches nach hinten spitz ausläuft und nicht zu verwechseln ist mit der Bauchdecke, welche Pander (Plakodermen t. 4. f. 1.) in der Seitenansicht abbildet. Der Querschnitt ist dreieckig. Auch andere, vermuthlich zu den Cephalaspiden zu rechnende Stücke habe ich bei Bicken gefunden, dieselben sind aber zu unvollkommen, als dass ich eine genauere Bestimmung wagen möchte. Sehr erwünscht wäre es mir, zu erfahren, ob auch von Anderen derartiges bei Bicken gefunden worden ist. Herr Beyrich erwähnte entsprechende Versteinerungen aus dem Berliner Museum, Herr v. Fritsch aus dem von Halle.