Original paper

Ueber die Feldspath- und Hornblende - Gesteine der französischen Ardennen.

De La Vallée Poussin, Ch.; Renard, A.

Kurzfassung

In den cambrischen Schichten der französischen Ardennen treten an den Ufern der Maas zwischen Revin und Deville, oder in den einmündenden Thälern und in der Umgegend von Rimogne vier Hauptarten von Feldspath- und Hornblendegesteinen zu Tage. Dumont rechnete sie zu den Eruptivgesteinen und unterschied folgende Arten: 1. Hyalophyre, ein Gestein wesentlich aus Eurit, Orthoklas und Quarz bestehend, von massiger oder schiefriger Structur. 2. Diorite chloritifère, ein grünliches Gestein von granitischer Structur. Dumont entdeckte in demselben Hornblende, Körner von Feldspath und Chlorit. 3. Albite chloritifère, ein zur schiefrigen Structur neigendes Gestein, aus Albit und Chlorit bestehend. 4. Albite phylladifère, ein schiefrig-compactes Gestein, bestehend aus kleinen Albitkryställchen untermengt mit kleinen Blättchen phyllitischen Schiefers. Die meisten der fraglichen Gesteinsbänke sind durch diesen ausgezeichneten Geologen beschrieben worden. Mit den von uns entdeckten, zählt man 21 an beiden Ufern der Maas, 5 in den einmündenden Seitenthälern und 2 im Thale von La Richolle, in der Nähe von Rimogne. Die Karte, welche dieser Arbeit beigegeben (siehe Taf. XI.), zeigt ihre Lage an den Maasufern. Von diesen letzteren wollen wir hier eine kurze Beschreibung liefern, denn gerade sie erwecken durch ihre in der Geschichte der Geologie hervorragende Rolle und durch gute Aufschlüsse, welche die stratographische Untersuchung erleichtern, unser besonderes Interesse.