Original paper

Dictyonema flabelliformis aus den cambrischen Schiefern der ehstländischen Küste bei Baltischport

Dames

Kurzfassung

Herr Dames legte einige Exemplare von ihm gesammelter Stücke von Dictyonema flabelliformis aus den cambrischen Schiefern der ehstländischen Küste bei Baltischport vor und machte darauf aufmerksam, dass mit ihnen graptolithenähnliche Gebilde vorkommen, welche den freien Enden der Dictyonemen, wie sie Redner in dieser Zeitschrift (Bd. XXV. pag. 383) beschrieben hat, vollkommen gleichen. Wenn es auch nicht gelungen ist, diese Körper in unmittelbarem Zusammenhang mit den Dictyonemen an dieser Art zu beobachten, so spricht doch einmal das Zusammenvorkommen und dann die Aehnlichkeit mit den freien Zellen an der 1. c. beschriebenen Form sehr dafür, dass man es nicht, wie schwedische Geologen anzunehmen geneigt sind, mit Diplograpsus Hisingeri zu thun hat, sondern dass diese Zellenreihen zu Dictyonema flabelliformis gehören. Man kann auch beobachten, dass diese Zellenreihen anscheinend von einem Punkte ausgehen (Diplograpsus), aber nach den Beobachtungen des Redners liegen darin zwei der abgebrochenen Enden übereinander, stehen aber nicht wirklich in Zusammenhang. Zur Berichtigung der erwähnten, im XXV. Bande veröffentlichten Notiz wurde schliesslich hinzugefügt, dass die dort beschriebene Dictyonema nicht obersilur (wie pag. 385 angegeben ist), sondern entschieden untersilur ist, wovon sich Redner im Revaler Museum durch die petrographische Identität der Gesteine aus der Lyckholmer Schicht (= 2a nach der Eintheilung von Fr. Schmidt) mit dem beschriebenen Geschiebe überzeugt hat.