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Beiträge zur geognostischen Kenntniss der Hilsmulde.

Boehm, Georg

Kurzfassung

Zu den Gebieten Deutschlands, welche in geologischer Hinsicht als klassische bezeichnet werden dürfen, gehört gewiss anch die grosse Mulde zwischen Weser und Leine, speciell auch ihr innerer Theil, begrenzt von dem fast geschlossenen Ringe des sogen. Hilssandsteins. Schon in der 1824 erschienen ,Uebersicht der jüngeren Flötzgebilde im Flussgebiete der Weser u. s. w." von Hausmann, findet man dieses Gebiet mannigfach erwähnt, z.B. eine eingehende Beschreibung der Fuhregge bei Delligsen auf pag. 383, so förderte ferner Fr. Hoffmann durch sein Werk ,Uebersicht der orographischen und geognostischen Verhältnisse vom nordwestlichen Deutschland", Leipzig 1830, und durch seine ,geognostische Specialkarte vom nordwestlichen Deutschland" die Kenntniss des vorliegenden Terrains sehr bedeutend. Wie die bahnbrechenden Arbeiten F. A. Roemer's überall, so bezeichnen sie bekanntlich auch für die Klarlegung der Verhältnisse der inneren Hilsmulde einen grossartigen Fortschritt; in dem bekannten Werke: ,Die Versteinerungen des norddeutschen Kreidegebirges", Hannover 1840, gelangten wenigstens die einschlägigen, paläontologischen Untersuchungen zu einem gewissen Abschlags. Eine neue geognostische Karte verdanken wir alsdann H. Roemer, betreffs des Fortschritts derselben gegenüber der von Hoffmann darf auf die dazu gehörigen ,Erläuterungen etc." im dritten Bande der Berichte der deutschen geologischen Gesellschaft verwiesen werden. Wie bekannt, ist es das grosse Verdienst v. Strombeck's, die Anschauungen über die einschlägigen Verhältnisse der inneren Hilsmulde wesentlich geklärt zu haben, in einer ganzen Reihe höchst werthvoller Arbeiten, die theils im Neuen Jahrbuch für Mineralogie etc. von Leonhard etc., theils in der Zeitschr. d. d. geol. Gesellsch. erschienen sind, verificirte er zuerst die Ansichten über den viel besprochenen Hilsthon.