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Ueber die Ergebnisse der Forschung auf dem Gebiete der chemischen Kristallographie.

Arzruni, Andreas

Kurzfassung

Die in der Natur vorkommenden festen Körper erscheinen in zweierlei Arten von Gruppirungen, entweder sind sie amorph, d.h. unregelmässig geformt, oder als sogen. Krystalle, welche ihrem Aeusseren nach durch regelmässige, ebenHächige Begrenzung charakterisirt sind. Aber nicht nur durch die äussere Erscheinung ist die Trennung in diese beiden grösseren Abtheilungen gerechtfertigt, es ist vielmehr eine scharfe Scheidung zwischen denselben einzuhalten auf Grund ihres inneren Baues und ihrer physikalischen Eigenschaften. Bekanntlich unterscheiden sich die festen Körper von den Flüssigkeiten dadurch, dass die ersteren feste Gleichgewichtslagen ihrer kleinsten Theilchen besitzen. Sollen diese kleinsten Theilchen, die physikalischen Moleküle, aus ihrer Gleichgewichtslage herausgebracht werden, so leisten die zwischen ihnen wirkenden Kräfte einen Widerstand. Während der Widerstand, welchen die kleinsten Theilchen eines amorphen Körpers zeigen, nach allen Richtungen derselbe ist, sofern der Körper in sich homogen ist, ist es ein Hauptmerkmal der Krystalle, dass der Widerstand, welcher von ihren kleinsten Theilchen einer das Gleichgewicht zu stören vermögenden Kraft entgegengebracht wird, ein nach verschiedenen Richtungen verschiedener ist und sich mit der Richtung nach gewissen Gesetzen ändert. Auch in chemischer Beziehung sind die amorphen und krystallisirten Körper streng auseinander zu halten:[...]