Original paper

Über einen aus den unterdevonischen Nereitenschichten Thüringens stammenden, ausgezeichnet erhaltenen Flossenstachel von Ctenacanthus

Kayser, Emanuel

Kurzfassung

Das Fossil wird dadurch interessant, dass es, wie die Gesellschaft anerkannte, eine ganz auffällige Aehnlichkeit mit dem von Barrande aus dessen böhmischer Etage G als Ct. bohemicus abgebildeten Reste zeigt, so dass an der specifischen Identität beider wohl nicht zu zweifeln sein dürfte. Schon Barrande hat auf die Aehnlichkeit seiner böhmischen Art mit dem von Giebel aus den gleichalterigen Schichten von Mägdesprung beschriebenen Ct. abnormis hingewiesen und ausserdem die auf den ersten Blick vollständige Uebereinstimmung eines von ihm in der Verneuil'schen Sammlung gesehenen, aus dem Unterdevon von Nèhou stammenden Stachels mit bohemicus hervorgehoben. Der Vortragende führte aus, dass die specifische Uebereinstimmung der böhmischen, harzer (?), bretannischen und thüringer Form, sowie das Vorkommen der Gattung überhaupt, die man im tieferen Niveau als das ,Hereyn" noch nicht kannte, die aber im Unterdevon sehr verbreitet sei (sie kommt auch im englischen und lievländischen Oldred und - wie ein in der Sammlung des naturhistorischen Vereins aufbewahrtes Stück wahrscheinlich macht - auch in unterdevonischen Quarziten am Rhein vor), ein neues nicht unwichtiges Bindeglied zwischen den hercynischen Ablagerungen und dem Uuterdevon bilde.