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Ueber den Zusammenhang der geometrischen Gesetze der Kristallographie.

Liebisch, Th.

Kurzfassung

Das System derjenigen Ebenen und Geraden im Räume, welche mögliche Flächen und Kanten einer Krystallgattung sind, wird, geometrisch betrachtet, von drei Gesetzen beherrscht, von dem Gesetz der constanten Neigungswinkel, von dem Gesetz der rationalen Indices oder dem ihm äquivalenten Gesetz der Zonen und von dem Gesetz der Symmetrie. Hieran schliessen sich als nothwendige Ergänzungen diejenigen Gesetze, welche aussagen, dass die beiden zuletzt genannten Gesetze unabhängig von der Temperatur sind, nämlich einerseits die Gesetze der Erhaltung der rationalen Indices, der Zonen und des anharmonischen Verhältnisses tautozonaler Flächen und andererseits das Gesetz der Erhaltung der Krystallsysteme. In Bezug auf die ausführliche Darstellung dieser Gesetze wird auf die trefflichen und allgemein verbreiteten Lehrbücher der Krystallographie, welche wir V. v. Lang, P. Groth und C. Klein verdanken, verwiesen. Es sollen hier einige Bemerkungen mitgetheilt werden, welche den Versuch enthalten, den Zusammenhang zwischen den angeführten Gesetzen genau zu bezeichnen. 1. Gesetz der constanten Neigungswinkel. ,Für eine bestimmte Temperatur ist nur die relative, nicht die absolute Lage der Ebenen und Geraden, welche mögliche Flächen und Kanten einer Krystallgattung sind, constant."