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Vulkanische Asche von Turrialba in Costarica

Lang, Otto

Kurzfassung

Herr Albrecht Penck hat in seiner in diesem Band pag. 97 veröffentlichten Arbeit über ,Lockere vulcanische Auswürflinge" Bezug genommen auf eine von mir in den Nachr. d. königl. Gesellsch. d. Wissensch. in Göttingen 1875 veröffentlichte Beschreibung der vulcanischen Asche vom Turrialba (Costarica); Herr Penck hat diese Asche ebenfalls einer Untersuchung unterworfen; wegen der Tragweite der auf den Befund derselben gebauten Folgerungen fühle ich mich veranlasst, die Differenzen, welche die beiderseitigen Untersuchungen nach der gegebenen Beschreibung in Beobachtung und Deutung der Bestands- und Structur-Verhältnisse jener Asche ergeben, im Folgenden zu beleuchten. Zuerst sei die Thatsache bestätigt, welche Herr Penck erwähnt, dass ich allerdings diese Asche jetzt ebenso wie Herr Penck dem Augitandesit zurechne und nicht mehr dem Trachyt; ich habe die Gründe, welche mich veranlassten, meine frühere Bestimmung aufzugeben, im vergangenen Jahre ebenfalls in den ,Nachrichten d. Gesellsch. d. Wissensch. zu Göttingen" pag. 589 mitgetheilt. Wie an genanntem Orte dargelegt, fusste jene unrichtige ältere Bestimmung weder auf wesentlichen Beobachtungsfehlern, noch auf einer Deutung der Beobachtungen, die eben den zu jener Zeit für die mikroskopische Diagnose geltenden Regeln zuwider gewesen wäre. - Trotzdem nun die petrographisch-systematischen Bestimmungen dieser Asche von Herrn Penck und mir übereinstimmen, thun dies doch nicht alle referirten Beobachtungen und zwar thun sie dies in, meiner Meinung nach, auch wesentlichen Punkten nicht immer.