Original paper

Über die Gliederung des Diluviums

Speyer, O.

Kurzfassung

Herr O. Speyer theilte unter Vorzeigen der betreffenden Belegstücke ein interessantes Schichten-Profil über die Gliederung des Diluviums mit, welches durch Anlage einer Thongrube unweit des Bahnhofes Ober-Röblingen am Ostabhange des Butterberges in der neuesten Zeit aufgeschlossen worden ist. Ein vor etwa 2 Jahren an genannter Stelle niedergestossenes Bohrloch auf Braunkohlen gab die nächste Veranlassung zur Anlage der genannten Thongrube, indem man für die später durch Tagebau zu gewinnende Kohle, welche in einer Mächtigkeit von 6 - 7 Fuss angebohrt worden sein soll, mit dem Abraum des Deckgebirges begonnen und bereits mit einer grösseren höherliegenden und einer unteren kleineren Ausschachtung fast bis zur Entblössung der Braunkohle vorgeschritten ist. Hierbei wurden folgende diluviale. Schichten von oben nach unten aufgeschlossen:[...] Die directe Auflagerung von Diluvial-Schotter auf der Braunkohle ist für den vorliegenden Aufschluss bemerkenswerth, weil die in der gedachten Gegend abbauwürdigen Formkohlen meist von weissen tertiären Sanden bedeckt werden, und weiter die Entwickelung des sogen. Bänderthoues und des Unteren Geschiebemergels als für die Vergleichung der unteren Diluvialgebilde anderer Gegend von Interesse ist. Im Anschluss an diesen Vortrag wies Herr K. A. Lossen darauf hin, wie die Ordnung des von Herrn Speyer mitgetheilten Profils, wenn man sie mit der Diluvialgliederung bei Möckern vergleiche, ausgehend von der Lage des ,Bänderthons", ebenfalls zu Gunsten der Annahme spreche, der Geschiebelehm über diesem Thon zu Möckern sei Unterer Geschiebelehm.