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Ueber das Clausthaler Zundererz.

Rösing, Bernhard

Kurzfassung

Durch die Güte des Herrn v. Groddeck hierselbst erhielt ich eine kleine Menge reinen Zundererzes von der Grube Bergmannstrost bei Clausthal. Das Erz war innig verwachsen mit grösseren und kleineren Quarz- und Kalkspathkrystallen, welche möglichst sorgfältig herausgesucht wurden; ausserdem fand sich nur ein Körnchen Kupferkies, Bleiglanz auch nicht in den allergeringsten Spuren, was als besonders günstiger Umstand betrachtet werden muss. Die Quantität des Erzes nebst den nicht entfernbaren, noch reichlich 50 pCt. ausmachenden Quarz- und Kalkspath-Kryställchen betrug 0,3240 Gr. Diese wurden einer Analyse unterworfen, deren Gang in Kürze folgender war. Das Erz wurde zur Bestimmung des Schwefels mit Soda und Salpeter geschmolzen, in derselben Portion wurden die übrigen Bestandteile ermittelt durch successive Fällung mit Schwefelwasserstoff und Ammoniak. Das Schwefelantimon wurde in Schwefelkalium gelöst und als antimonsaures Antimonoxyd ausgewogen; der übrige Theil der Schwefelwasserstoff-Gruppe wurde in Salpetersäure gelöst, das Blei mit Schwefelsäure, das Silber mit Salzsäure, das Kupfer mit Schwefelwasserstoff gefällt. Das Eisen wurde durch Titriren mit Chamäleon bestimmt. Die Analyse, nach Abzug des Kalkspaths und der Kieselsäure auf 100 berechnet, ergab nachstehende Zahlen:[...]