Original paper

Über eine von Dr. Thalheim, ihm zugesendete Handzeichnung des durch die Mannigfaltigkeit seiner Mineralvorkommen merkwürdigen Steinbruches von Gleinitz bei Jordansmühl

Websky

Kurzfassung

Der genannte Steinbruch wird von einem von Jordansmühl nach Gleinitz führenden Wege durchschnitten; der südliche längst verlassene Theil zeigt ausschliesslich Serpentin; der nördliche in der letzten Zeit stark ausgebeutete Theil stand in seiner grössten Ausdehnung in dichtem blass-isabellgelben Prehnit, der in der mit a bezeichneten, jetzt verschütteten und unter Wasser stehenden Stelle in grossblättrige Aggregate von stellenweise pfirsigblüthrother Farbe überging und hier die schönen, gelegentlich mit Hyalith überzogenen, Drusen tafelförmiger Krystalle antreffen liess. An der Stelle b fanden sich die blassgelben spiessigen Krystalle, welche mit wasserhellen Krystallen von Granat (vergl. 1869. pag. 753. d. Zeitschr.) besetzt erschienen, sowie die aus mittelkörnigen Aggregaten des letztgenannten Minerals bestehenden Drusenausfüllungen mit Einschlüssen olivenfarbigen trüben Opals. Als vor ungefähr 15 Jahren an den mit c bezeichneten Stellen in grösserer Tiefe gebrochen wurde, fanden sich bis 10 Mm. dicke Platten klaren Hyaliths. - Zu dieser Notiz fügte der Redner die persönliche Bemerkung hinzu, dass nach seiner Erinnerung in den nördlich von der mit c bezeichneten Stelle anstehenden Gesteinen reine Quarzite herrschen, die durch sehr alte, flache Gewinnungen entblösst, häufig auf den Klüften warzige Ueberzüge von Hyalith zeigen.