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Das Oligocän des Leipziger Kreises, mit besonderer Berücksichtigung des marinen Mittel-Oligocäns.

Credner, Hermann

Kurzfassung

Der Leipziger Kreis umfasst die nordwestliche Ecke des Königreichs Sachsen und gleichzeitig den Südostflügel der sächsisch - thüringischen Oligocän - Bucht. Dieser letztere ist es, dem nachfolgende Beschreibung gewidmet ist, welche aus Vorarbeiten für die geologische Specialkartirung Sachsens resultirte. A. Die Gliederung des Leipziger Oligocäns. Das Oligocän des Leipziger Kreises gliedert sich in 3 Abtheilungen, deren älteste und deren jüngste aus weissen Sanden, Kiesen und Thonen mit eingelagerten Braunkohlenflötzen besteht und die sich deshalb so ähneln, dass man sie bisher für ein und denselben Schichtencomplex hielt. Zwischen beide ist jedoch eine in Leipzigs nächster Umgebung bis 30 M. mächtige Gruppe von dunklen Thonen und thonigen Sanden eingeschaltet, welche z. Th. reich an marinen Conchylien ist: der Meeressand und der Septarienthon. Ueberall von jüngeren Schichten bedeckt, ist ihr Ausgehendes bei Leipzig wohl nirgends zu beobachten, so dass ihre Existenz lange Zeit hindurch vollkommen übersehen und nach ihrer im Jahre 1852 erfolgten Auffindung durch ein Bohrloch geologisch nicht weiter ausgebeutet wurde, - und doch ist sie es, die als trefflicher Leithorizont nicht nur die geologische Gliederung unserer Oligocänformation, sondern auch die Gliederung deren einzelner Etagen mit aussersächsischen Gebilden überhaupt ermöglicht. Es zerfällt demnach das Leipziger Oligocän in: [...]