Original paper

einige Geschiebe aus der Gegend von Königsberg i. Pr.,

Dames

Kurzfassung

Eins dieser Geschiebe besteht aus einem grauen, feinkörnigen Quarzit mit zahlreichen kleinen Glaukonitkörnchen, in welchem zahlreiche, Belemnitenreste eingebettet sind, resp. waren. Die Kalksubstanz der meisten Scheiden ist nämlich ausgelaugt und fortgeführt, und nur einzelne unbestimmbare Reste kleinerer Scheiden sind erhalten. Es wurde versucht, durch Herstellung von Kautschuk - Abgüssen die Bestimmung zu ermöglichen, und es hat sich ergeben, dass die Scheiden dem Actinocamax quadratus mit grosser Wahrscheinlichkeit zuzurechnen sind. Zwar vermisst man die für diese Art charakteristische Körnelung der Schaale und wird dadurch geneigt, die Scheiden dem Actinocamax westphalicus Schlüter zuzurechnen. Jedoch passt die Alveolaröffnung mehr zu ersterer Art, und kann der scheinbare Mangel der Körnchen auf der Oberfläche der ungenügenden Erhaltung zugeschrieben werden. Noch mehr wird die Ansicht, dass Actinocamax quadratus vorliegt, dadurch gestützt, dass an demselben Stück ein Exemplar von Exogyra laciniata haftet, eine Art, welche noch nicht in Begleitung von Actinocamax westphalicus, wohl aber in der von Actinocamax quadratus beobachtet worden ist. Man wird das Alter dieses Geschiebes als Untersenon und zwar nach der Schlüter'schen Eintheilung der norddeutschen Kreideformation speciell als in die Zone des Inoceramus lingua und der Exogyra laciniata - die unterste Zone des Untersenon - gehörig aufzufassen haben. Weiter liegt eine Anzahl Geschiebe vor, welche eine ähnliche petrographische Beschaffenheit zeigen. Nur ist Glaukonit noch häufiger und das Gestein mehr Sandstein als Quarzit, so dass es in seiner weichsten Modifikation dem Grünsand von Köpinge ähnlich wird, mit dem es aber seiner organischen Einschlüsse wegen nicht in Zusammenhang gebracht werden darf.