Original paper

eine Phillipsia aus dem Stringocephalenkalke von Hagen

Kayser, Emanuel

Kurzfassung

Die Bildung des Kopfes, der aus 10 Ringen zusammengesetzte Rumpf und der lange, vielgliedrige Schwanz lassen über die Zugehörigkeit der Art zur genannten Gattung keinen Zweifel, wenngleich die Gestaltung der breiten, gerundet-dreiseitigen, stark zerlappten Glabella von der gewöhnlichen beträchtlich abweicht. Burmeister hat den Kopf des fraglichen Trilobiten nicht ganz correct unter dem Namen Trilobites verticalis abgebildet (Organ. Tril. t. 5. f. 9a.). Steininger bezog die in der Eifel nicht selten vorkommenden isolirten Schwänze auf Archegonus aequalis Burm., eine Phillipsia-ähnliche Form von Altwasser. Barrande sah aus der Eifel stammende Exemplare unserer Art in der Verneuil'schen Sammlung und schlug für sie den Namen Phillipsia Verneuili vor. Dieser Name muss indess dem älteren Burmeister'schen weichen, die Art ist als Phillipsia verticalis zu bezeichnen. Sehr interessant ist die ausserordentliche Aehnlichkeit unseres Trilobiten mit zwei Formen des nordamerikanischen Mitteldevon, die Hall bei Proetus unterbringt, nämlich Pr. Haldemanni H. und marginalis Conr. (Hall, Paläont. N. York, Illustrat. Devonian Fossils). Sie bilden zusammen mit der. rheinischen Art eine besondere Gruppe der Gattung Phillipsia.