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Bemerkungen zu den Mittheilungen des Herrn II. Pohlig über ,Aspidura, ein mesozoisches Ophiuridengenus" und über die Lagerstätte der Ophiuren im Muschelkalk.

Eck, H.

Kurzfassung

I. In der Zeitschrift für wissenschaftliche Zoologie, Bd. XXXI, pag. 235 f., hat Herr H. Pohlig eine Arbeit über ,Aspidura, ein mesozoisches Ophiuridengenus" veröffentlicht, in welcher derselbe die Beschreibungen der bisher als Aspidura scutellata Blum. sp. und als Acroura prisca Goldf. sp. bezeichneten Ophiuren vervollständigt, beide zu einer neuumgrenzten Gattung Aspidura Pohlig (non Agassiz) zusammenfasst und für die erstere Art das Subgenus Hemiglypha, für die letztere das Subgenus Amphiglypha aufstellt. Ich begrüsse mit Freuden die Erweiterung unserer Kenntniss dieser Arten, welche zu liefern ein zufälliger neuer Fund besser erhaltener Exemplare aus den Disciles - Schichten des oberen Muschelkalks von Taubach bei Weimar Herrn Pohlig in den Stand setzte, erlaube mir aber, besonders in Bezug auf die Deutung, welche derselbe den von mir früher beschriebenen Muschelkalk-Asterioiden gegeben hat, Folgendes hinzuzufügen. Herr Pohlig glaubt nämlich, wie aus dem ersten Abschnitt seiner Arbeit (Diagnose und Classification) hervorgeht, zu Aspidura (Amphiglypha) prisca als Varietas grandis die im Schaumkalk von Rüdersdorf vorgekommene und von mir als Ophioderma (Ophiarachna)? Hauchecornei beschriebene und abgebildete Ophiure stellen zu können, indem er annimmt, dass die Abweichung in der Beschaffenheit der allein vorliegenden Rückenseiten und der Arme von derjenigen bei Aspiduraprisca nur als eine Folge mangelhafter Erhaltung zu betrachten sei. Die Granulirung der Scheibe sei nur durch Verreibung verursacht, die Lateralschilder der Anne seien an der Basis letzterer oben aus einander gerückt, wodurch dort die Dorsalplatten breiter als lang geworden sein sollen u.s.w.