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Bemerkungen zur Fructification von Nöggerathia.

Weiss, E.

Kurzfassung

Veranlasst durch eine Mittheilung des Herrn G. De Saporta über Nöggerathia (Comptes rendus etc. 1878, 25. März, 8. April, 9. Sept.) macht uns Herr D. Stur (Verhandl. d. k. k. geol. Reichsanst, zu Wien, 1878 pag. 329) mit seinen Beobachtungen au Nöggerathia foliosa und Verwandten von Radnitz bekannt, welche von grossem Interesse sind und einige Beobachtungen, welche ich schon seit längerer Zeit anstellen konnte, im Wesentlichen bestätigen. Saporta kennt nur sterile Theile und weist an ihnen nach, dass die Blättchen von Nöggerathia nicht, wie man zuletzt noch glaubte, horizontal gegen die vertical gestellte Spindel (früher ,Zweig") inserirt seien, sondern schief, weil, wie Stur weiter erläutert, der Aussenrand der Blättchen am Stiele etwas herabläuft, besonders im oberen Theile. Dadurch wird das Ganze nicht zu einem 2 zeilig beblätterten Stengel mit quergestellten einfachen Blättern, sondern zu einem gefiederten Blatt mit fast quergestellten Fiederblättchen. Hieraus und aus dem Verlauf der Nerven schliesst Saporta, ,dass sich Alles dahin verbinde, die Nöggerathien vom Typus der N. foliosa von Radnitz als Repräsentanten der wahren Cycadeen zur Zeit der mittleren Steinkohlenperiode zu betrachten". Zunächst fügt Stur hinzu, dass dieses gefiederte Blatt von Noggerathia einen 8 Cm. langen Blattstiel besitze, welcher am Grunde doppelt so breit sei als im übrigen Theile. An einem Exemplare sind die untersten 6 Blättchen klein, oval, etwas entfernt, steril, und erst über dem siebenten beginnen dichter stehende grössere und zwar fertile Blättchen. Eine Fructification von Nöggerathia ist zuerst von Geinitz (Jahrb. 1865), später dasselbe Stück nicht verbessert von O. Feistmantel (böhm. Steink.-Flora) beschrieben und abgebildet worden. Stur ergänzt nun endlich nach schönem Material die Geinitz'schen Angaben in dankenswerther Weise, und ihm kann ich einige neue Beobachtungen beifügen.