Original paper

Über zwei bemerkenswerte Exemplare Eisenkies aus Armenien

Wersky

Kurzfassung

Herr Wersky legte zwei bemerkenswerte Exemplare von Eisenkies vor, welche der Ingenieur, Herr Const. Schneider, bei seiner Rückkehr aus Armenien mitgebracht und dem mineralogischen Museum neben anderen interessanten Mineralien zum Geschenk gemacht hat; dieselben stammen aus den Bergwerken nördlich der Stadt Ordubad am Araxas in Russisch-Armenien, hart an der persischen Grenze. Sie erinnern im Allgemeinen an das Vorkommen von Brosso in Piemont; das eine Exemplar ist ein kugeliges, ungefähr 30 Mm. im Durchmesser haltendes Stück, nach allen Seiten hin Krystalle von verschiedener, bis 16 Mm. steigender Grösse zeigend; die Oberfläche der Krystalle ist etwas geborsten und mit Resten von Kupferkies stellenweis bedeckt, welcher wahrscheinlich die Krystallgruppe einschloss. Das zweite Exemplar ist ein 60 Mm. langes Stück, 25 Mm. breit und hoch; es besteht im Wesentlichen auch aus Eisenkies-Krystallen von sehr ungleicher bis 18 Mm. steigender Grösse; diese stecken, sich stellenweis berührend, in grobkörnigem Dolomit und bunt angelaufenem Kupferkies. An den Krystallen der kugeligen Stufe herrschen die Pyritoëder = Pi (2.1.0) und Pi (4.3.0), demnächst das Octaëder = (1.1.1), beschränkter ist die Ausdehnung der Flächen des Hexaëders = (1.0.0), des Ikositetraëders = (2.1.1) und des Pyritoëders = Pi (6.5.0). Glatt und vollkommen spiegelnd sind die Flächen von (1.0.0) und (2.1.1); das Octaëder ist sehr präcis nach den Kanten mit (2.1.1) gestreift, seine Flächen reflectiren eine punktförmige Lichtquelle als sechsstrahligen Stern.