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Ueber einige Triasversteinerungen. (Korallen, Enerinen, Asterien, Ammoniten, ,Stylorhynchus".)

Eck, H.

Kurzfassung

I. Korallen. In der geologischen Beschreibung der Umgebungen von Triberg und Donaueschingen erwähnte Herr Vogelgesang (S. 86 und 88) des Vorkommens einer Koralle im oberen Encrinitenkalk von Donaueschingen, welche derselbe als Thamnastraea Bolognae Schaur. bezeichnete. Da diese Art, nach meiner Ansicht ident mit Thamnastraea silesiaca Beyr., eine derjenigen Versteinerungen ist, welche der Gleichstellung der einschliessenden Gebirgsschichten in den Alpen mit dem unteren deutschen Muschelkalk zur Stütze dienen, schien mir eine erneute Untersuchung des Erfundes nicht ohne Interesse. Ermöglicht wurde mir dieselbe durch die dankenswerthe Gefälligkeit des Herrn Domainenrath Hopfgartner. Das betreffende Handstück, aus theils oolithischem, theils in Folge von Auslaugung der Oolithe schaumkalkartig porösem Encrinitenkalk bestehend, enthält zwischen zahlreichen Encrinus-Stielgliedern, Schalen von Myophoria ovata und Pecten discites einen aufgewachsenen massiven Polypenstock (Taf. IV, Fig. 2), dessen Unterseite nicht sichtbar und dessen Oberseite flach convex gewölbt ist, von abgerundet rechteckigem Umriss, 25 mm Länge, 20 mm Breite und etwa 9 mm Höhe in der grössten Wölbung. Die einzelnen Kelche desselben sind zu 2, 3 oder 4 in Reihen geordnet, welche durch scharfe Kämme von einander getrennt werden und vorwiegend in gleicher Richtung beinahe diagonal zum Umriss gestellt sind, zum Theil aber auch senkrecht gegen jene der Peripherie zulaufen.