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Aus dem Thüringischen Diluvium.

Richter, R.

Kurzfassung

Das westliche Vorgebirge, welches das Voigtländische Berg- und Hügelland gegen die Saale vorschiebt, erhebt sich zu einer mittleren Meereshöhe von 390 Metern und ist auf drei Seiten von diesem Flusse, im Nordosten vom Unterlaufe der Orla, im Südosten von der Thalfurche umgrenzt, welche der Hutschbach sich ausgegraben hat. Durch die sanft ansteigende Thalmulde der ,trocknen Orl", auf deren Sohle der ,Weyrabach" abfliesst, wird das Massiv in zwei etwas ungleiche Theile geschieden, von denen der grössere nördliche aus dem der unteren Trias angehörigen Berggehäuf der ,Haide" besteht und mit den steilen Gehängen der ,Schillershöhe", des ,Antoniusgrabes", der ,Preilipper Kuppe" und der ,Remschützer Felsen" zur Saale abfällt. Der kleinere südliche Theil bildet die Hochfläche, die unter dem Namen des ,Rothen Berges" ebenso dem Bergmann, wie dem Mineralogen und dem Paläontologen bekannt ist und bei einer nördlichen Abdachung, die unter 3 bis 4° gegen die ,Weyra" geneigt ist, mit den nahezu senkrechten Wänden des ,Bohlen" bei Obernitz und der vom ,Gleitsch" gekrönten ,Gositz" 150 M. tief zum Saalspiegel abstürzt. Das hierdurch aufgeschlossene Profil lässt mit schönster Deutlichkeit den Aufbau des ,Rothen Berges" aus vielfach gewundenem Cypridinenschiefer, unterem Kulm, wenig mächtigem Rothliegenden und der vollständigen Reihe der Formationsglieder des Zechsteins vom Weissliegenden bis zum empyreumatischen Plattendolomit erkennen, auf welchem letzteren noch einige isolirte Schollen des sonst auf die ,Haide" beschränkten Bunten Sandsteins liegen geblieben sind.