Original paper

,Die geognostischen Verhältnisse des Büdinger Waldes"

Bücking, Hugo

Kurzfassung

In einer im XVII. Bericht der Oberhess. Gesellschaft für Natur- und Heilkunde in Giessen erschienenen Arbeit, betitelt ,Die geognostischen Verhältnisse des Büdinger Waldes etc.", habe ich gelegentlich der Erwähnung der krystallinischen Gesteine des Spessart (pag. 57) von einem jüngeren hornblendereichen Gneisse gesprochen und von ,Quarzitschiefer, welcher als ein mächtiges Schichtensystem den älteren von dem jüngeren Gneiss trennt". Diese Auffassung hielt ich damals auf Grund der Beobachtungen, welche ich bei der geologischen Aufnahme der Blätter Bieber und Langenselbold sowohl im Bereiche dieser Blätter als im angrenzenden bayrischen Theile des Spessarts gemacht hatte, für die richtige; doch habe ich mich nachträglich überzeugt, dass die Lagerungsverhältnisse auch eine andere Deutung zulassen. Eine Notiz hierüber wollte ich eigentlich erst in den Erläuterungen zu dem demnächst herauszugebenden Blatt Bieber bringen; indessen veranlasst mich der Umstand, dass die in der oben erwähnten Arbeit gegebene Gliederung der krystallinischen Schiefer des Spessart auch bereits von Anderen angenommen wird (vergl. N. Jahrbuch f. Miner. 1879 pag. 368, wo Herr Sandberger von dem Quarzitglimmerschiefer redet, welcher im Spessart ,älteren und jüngeren Gneiss von einander trennt"), im Interesse der richtigen Deutung der Lagerungsverhältnisse im Spessart schon jetzt einige Mittheilungen zu machen, welche vielleicht die Aufmerksamkeit der Fachgenossen, die etwa im Verlaufe der nächsten Zeit den Spessart besuchen würden, auf einen oder den anderen Punkt lenken könnten.