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Die Salinellen von Paternò am Etna und ihre neueste Eruption.

von Lasaulx, A.

Kurzfassung

Zu den Punkten in der Umgebung des Etna, an denen die ältesten Basalte, denen der cyclopischen Inseln äquivalent, über die Schichten der jüngsten Tertiärablagerungen hervorragen, gehört auch die Basaltkuppe von Paternò am südlichen Fusse des Berges. Der steil und isolirt über dem Orte aufragende Kegel, den der alte, viereckige Thurm des Kastells La Torre krönt (hier ist auch die Stätte, wo das alte etnäische Hybla stand), besteht aus Tuff und Basaltbänken, die jünger sind als die Ciattoli-Schichten. Es sind das jene vorzüglich aus losen Geschieben von Sand- und Kalksteinen gebildeten Ablagerungen, die aus den tertiären Gebirgen von Cesaro, Troina, Nicosia durch den Simeto herniedergebracht wurden und sich zu beiden Seiten dieses Flusses z. Th. bis zu der Höhe von 6-700 Fuss über dem Meere finden. Sie liegen über diluvialen Thon- und Sandschichten und gehören wie diese zu der ältesten Deltabildung des Simeto. Die Tuffe und der Basalt von Paternò sind daher entschieden als eine postdiluviale Bildung charakterisirt. Als Unterlage des Diluviums und speciell der Schichten der Ciattoli tritt in der Umgebung von Paternò überall die Creta zu Tage, die pliocänen fetten Thone, die in Sicilien mit diesem Namen belegt werden. Der Basaltkegel von Paternò ist durch eine isolirte Eruption entstanden, die mit der Bildung eines Tuffkegels begann. Die Lavaausbrüche folgten erst nach. Die Tuffe sind rothe, eisenschüssige Gemenge von kleinen Schlackenbruchstücken, losen Krystallen von Olivin, Augit und Labrador mit vielen rothgebrannten Bruchstücken von Creta, Ciattoli, Sandsteinen und Quarz. Der Basalt ist ein dunkles, fast homogen aussehendes Gestein, an der Oberfläche von sehr schlackiger, poröser Ausbildung, ziemlich reich an Olivin. In diesem Basalte findet sich in der Nähe der Oertlichkeit Molinazzo in einzelnen Blöcken ein helles, sehr flüchtiges Erdöl, das beim Zerschlagen das Gesteinsstück für einen Augenblick benetzt, dann aber schnell unter Verbreitung eines bituminösen Geruches sich verflüchtigt.