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Ein Beitrag zur Kenntniss Norwegischer Gabbro's.

Lang, Otto

Kurzfassung

Wer die bis jetzt vorliegende, Norwegische Gesteine betreffende Literatur mustert, dem wird auffallen, wie in die Gruppe der Gabbro's Gesteine von sehr verschiedenem Mineralbestande, Habitus und geologischen Relationen eingerechnet werden; demnach dürfte diese Gruppe nordischer Gesteine eine eingehende und zugleich umfassendere Bearbeitung voraussichtlich gut lohnen. Was die Verschiedenheit im Mineralbestande der einzelnen ,Gabbro"-Vorkommnisse, sowie diejenige im Habitus betrifft, welcher durch jene sowohl wie durch den Wechsel in der Structur bedingt ist, so liegt von vornherein die Annahme, dass dieselbe nur bedingt sei durch differente Faciesbildung innerhalb einer einzigen, ganzen Gesteinsmasse ebenso nahe wie die, dass in Wahrheit verschiedene und von einander systematisch getrennt zu haltende Gesteine vorliegen. Erstere Annahme hat sogar grosse Wahrscheinlichkeit erhalten durch die neuerdings veröffentlichte werthvolle Arbeit Karl Pettersen's über die Gabbro-Gebiete des nördlichen Norwegens; Pettersen beschreibt nämlich die grosse Variabilität in den Mengenverhältnissen nicht allein der untergeordneten und accessorischen Gemengtheile (z. B. des Olivins), sondern auch der wesentlichen Bestandtheile, die schon in den centralen Partieen der Gabbro - Massive herrsche (und die Nacktheit der Felsen begünstigt den Verfolg solchen Wechsels in Bestand und Structur wohl selten in gleichem Maasse, wie im nördlichen Norwegen), und wie sich ferner an der Peripherie feinkörnigere Gesteine anschliessen, welche Am. Helland auf Grund mikroskopischer Untersuchung als Gabbro-Diorite, hornblendeführende Diabase und diallagführende Amphibolite bezeichnet; in solcher Weise modificirt durchsetzt der Gabbro auch den benachbarten Gneiss und Lager-Granit wiederholt in Lager- und anderen Gängen, in ihm selbst aber stehen umgekehrt auch wieder Gänge von granitähnlichem oder granitischem Bestände.