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einige Pflanzenreste aus dem Idastollen bei Schwadowitz

Weiss, E.

Kurzfassung

Herr E. Weiss legte im Anschluss an die in der Juni-Sitzung besprochenen Radowenzer Schichten des schlesischböhmischen Steinkohlenbeckens einige Pflanzenreste aus dem Idastollen bei Schwadowitz vor, welche der nächstliegenden kohleführenden Stufe von den Radowenzer Schichten aus gerechnet, angehören und von Stur unter dem Namen ,Schwadowitzer Schichten" eingeführt wurden. Bei Schwadowitz giebt es 2 Flötzzüge, welche durch Sandsteinmittel von 200 Klafter und beträchtlich mehr von einander getrennt sind. Der liegende Zug setzt nach Westen oder Nordwesten fort, wird dort erst recht bauwürdig und bildet bei Schatzlar das, was Stur Schatzlarer Schichten nennt, welche durchaus identisch mit den Saarbrücken er Schichten des Saargebietes und anderwärts sind. Nach Osten oder Südosten dagegen ist dieser Flötzzug, wenigstens in näherer Entfernung, nicht mehr bauwürdig, daher auch nicht weit mehr verfolgt. Bei Schwadowitz baut man den hangenden Flötzzug allein, und dieser setzt zwar östlich wie westlich fort, ist aber westlich, gegen Schatzlar hin, unbauwürdig und verliert sich vielleicht ganz. Dies ist die gegenwärtig geltende Ansicht über diese beiden Züge, wie sie von den leitenden Bergbeamten festgehalten wird. In den Floren der beiden Flötzzüge ist ein recht beträchtlicher Unterschied zu bemerken, obschon man hinzusetzen muss, dass aus dem hangenden Zuge nur wenig und nur von einem Fundpunkte, dem Idastollen, vorliegt. Die Flora des liegenden Zuges, die man eine Stunde von Schwadowitz, am Xaveristollen, studiren kann, ist durchaus die der Hauptstufe des productiven Gebirges, der Saarbrückener-Schatzlarer Schichten. Dagegen enthält die kleine Sammlung aus dem Idastollen (wo übrigens auch der untere Zug durchfahren, aber nicht gebaut worden ist, daher Alles, was man hier auf den Halden findet, dem oberen Zuge angehört), sowie was dort und in der Sammlung der Bergschule zu Waldenburg gesehen wurde, Folgendes.