Original paper

Über Braunkohle im Contact mit Basalt auf einem in der Eisenerzgrübe Louise bei Horhausen im Regierungsbezirk Coblenz auftretenden Basaltgange.

Heusler

Kurzfassung

Der Basaltgang, welcher in den letzten Jahrzehnten in verschiedenen Sohlen von Tage aus bis zu einer Tiefe von ca. 200 Meter ca. 1-1 1/2 Fuss mächtig aufgeschlossen ist und sehr wahrscheinlich mit einer in säulenförmiger Absonderung in ca. 500 Meter Entfernung vorkommenden Basaltkuppe in Verbindung steht, legt sich an verschiedenen Stellen an das hangende Trumm des sehr mächtigen, in den Coblenzschichten der Devonformation aufsetzenden Eisenerzganges mit vorherrschender Brauneisenstein - Ausfüllung an, schleppt sich auf Längen von ca. 30 Meter und durchsetzt das Trumm an verschiedenen Stellen. An solchen Durchsetzungspunkten war der Spatheisenstein in den oberen Sohlen bei vollständig schwarzer Farbe in Eisenoxydul-Oxyd oder Magneteisenstein umgeändert und zeigte die bekannten polarisch magnetischen Eigenschaften; eine Einwirkung auf das Nebengestein war weniger bemerklich. Die Ausfüllung des Basaltganges besteht aus einem zersetzten Basalt in den verschiedensten Zersetzungsstadien, bald dunkel von Farbe und anscheinend consistent, doch an der Luft zerbröckelnd; bald von lichter bis weisser Farbe mit röthlichen Partieen, in einen zähen Letten, die sogenannte Basaltwacke, übergegangen. In den oberen Sohlen und in der jetzt wiederum ca. 200 Meter unter der erwähnten Basaltkuppe aufgefahrenen Tiefbausohle kommt die erste, in den mittleren Sohlen, dem Eisenerzgange naheliegend, die zweite Varietät vor. In Verbindung mit dem festeren Basalt ist in früheren Jahren in verschiedenen Tiefen und zwar bei ca. 42 und 80 Meter unter Tage in den Jahren 1823 und 1864 Braunkohle vorgekommen, wovon der Vortragende ein Stück vorzeigte. Da eine Besprechung dieses interessanten Vorkommens noch nicht stattgefunden hat, dasselbe aber in dieser tiefen Lage unter Tage in einem wenig mächtigen Basaltgange auffallend erscheinen muss, so sind die amtlichen Mittheilungen aus den Akten der früher Königlichen Eisenerzgrube Louise extrahirt worden, und es unterliegt nach denselben keinem Zweifel, dass an den beiden angegebenen Stellen Braunkohle im Contact mit dem Gangbasalt aufgetreten ist.