Original paper

Coelotrochium Decheni, eine Foraminifere aus dem Mitteldevon.

Schlüter, Clemens

Kurzfassung

Die Prüfung einiger kleinen, von Herrn v. Dechen von einer Excursion in die Eifel mitgebrachten, durch Herrn Winter gesammelten und mir anvertrauten fossilen Organismen hat folgendes Ergebniss gebracht. [...] Gestalt und Oberfläche. Der freie, aus Kalk aufgebaute Körper gleicht in der Grösse und allgemeinen Gestalt einer flachen, oder mehr geblähten Linse, deren kreisförmiger Umfang durch sechs seichte Furchen eingeschnitten ist, welche die zwischenliegenden Theile wölbig vordrängen und deren centraler Theil sowohl auf der Ober- wie auf der Unterseite eine abgerundete zitzenförmige Spitze trägt. Die Furchen erstrecken sich in radialer Richtung auf die Ober- und Unterseite, gegen die centrale Warze hin, ohne diese zu erreichen. Beide Warzen sind von einer verhältnissmässig grossen Oeffnung (von ca. 0,5 Millim. Durchmesser) durchbohrt. Die Oberfläche des Körpers erscheint nicht glatt, sondern rauh. Unter der Lupe zeigt sich, dass diese Rauhigkeit hervorgebracht wird theils durch mehr oder minder scharf ausgeprägte kurze Rinnen, welche concentrisch geordnet sind und hin und wieder von schwächeren, radialgestellten gekreuzt werden. Diese Sculptur, welche - vielleicht in Folge von Abreibung - nicht an allen Exemplaren gleich deutlich ist, wird besonders auf der Ober- und Unterseite beobachtet, während sie am Umfange zurücktritt oder verschwindet. Der zweite Grund der rauhen Oberfläche liegt in zahlreichen, verhältnissmässig grossen, punktförmigen Einsenkungen mit meist abgeschrägtem Rande, welche sich unregelmässig concentrisch und radial ordnen, und, wo Rinnen vorhanden sind, überall in diesen zu liegen scheinen.