Original paper

Ueber eine neue Pentamerus-Art aus dem typischen Devon des Oberharzes.

Halfar, A.

Kurzfassung

Durch die Direction der Königlichen geologischen Landesanstalt in Berlin wurde mir als Aufgabe für meine geognostischen Kartirungen auf dem nordwestlichen Oberharze im Spätsommer 1879 der Auftrag zu Theil, den Spiriferen-Sandstein A. Roemer's (= Koblenzer Grauwacke F. Roemer's) zu gliedern. Zu diesem Zwecke musste selbstredend ausser auf die petrographischen Unterschiede seiner verschiedenen Abtheilungen insbesondere auf deren organische Einschlüsse geachtet werden. Schon in dem Berichte über meine geognostischen Aufnahmen in jener Gegend im Jahre 1871, welcher bisher nur als Manuscript vorliegt, habe ich die oberste schiefrige Abtheilung des Oberharzer Spiriferen-Sandsteins als eine charakteristische Uebergangszone zu den Calceolaschichten ausdrücklich hervorgehoben, weil sich dieselbe durch das wiederholte Auftreten von Grauwackensandsteinbänken an das darunterliegende Hauptvorkommen des Spiriferen-Sandsteins zwar auf das Innigste anschliesst, paläontologisch dagegen, zumal in ihrem oberen Theile, durchaus den Calceolaschichten nähert. Bisher kannte ich diese Uebergangszone hauptsächlich von der Waldwegböschung an der nordnordöstlichen Seite des ehemaligen Mittleren Schalker Teiches bei der Festenburg unfern Clausthal. Neuerdings konnte ich sie auch, obschon mit etwas anderer petrographischer Beschaffenheit, an einem neuen Waldwege in der Goslarer Stadtforst östlich von Hahnenklee zwischen dem Kleinen Todten- und dem Langenthale an der nordwestlichen Abdachung des Bocksberges nachweisen, und gewiss wird sie sich ferner an der Hohekehl sowie an noch anderen Punkten wiederfinden.