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Ueber Scolecopteris elegans Zenker und andere fossile Reste aus dem Hornstein von Altendorf bei Chemnitz.

Sterzel, J. T.

Kurzfassung

II. In meiner ersten Abhandlung über diesen Gegenstand habe ich angezeigt, dass ich die Untersuchung der Scolecopteris-Reste fortsetzen werde, habe auch bei dieser Gelegenheit sowohl, wie schon in einer brieflichen Mittheilung an Geinitz bemerkt, dass in dem Hornstein von Altendorf noch anderweite organische Reste vorkommen und mir weitere Veröffentlichungen darüber vorbehalten. Leider waren mir solche bisher dringenderer Arbeiten wegen nicht möglich. Mittlerweile hat Geinitz, wie ich aus seiner brieflichen Mittheilung (diese Zeitschrift 1879. pag. 623 ff.) ersehe, die Bearbeitung dieses Gegenstandes gleichfalls angetreten. Ich werde auf das in jenem Briefe von ihm Mitgetheilte unten zurückkommen. 1. Scolecopteris Zenker. a. Scolecopteris elegans Zenker. Noch weitere Beweise für die Identität des Palaeojulus dyadicus Geinitz mit Scolecopteris eleyans Zenker beizubringen, erscheint mir überflüssig, nachdem dieselbe von competenter Seite als Factum anerkannt worden ist. Einige Bemerkungen von Geinitz (1. c.) über den Erhaltungszustand von Scolecopteris nöthigen mich, Folgendes darauf zu entgegnen: Geinitz sagt (1. c. pag. 626), ,dass man es bei diesen Farnresten (a) weniger mit einer der Länge nach zerspaltenen Pinnula zu thun hat, als vielmehr meist (b) mit dem Abdrucke der Pinnulae von der unteren oder inneren Seite, wo statt der Mittelrippe und Nerven nur Furchen erscheinen, sowie (c) mit stark eingerollten Fiederchen, deren äussere oder obere Fläche oft im Gestein verborgen ist, während die meist von Gesteinsmasse geschiedenen umgebogenen Ränder der Pinnulae sich oft dem Beobachter zukehren." Dass der unter (a) näher bezeichnete Erhaltungszustand zuweilen vorliege, habe ich bereits mitgetheilt (I. pag. 420), aber nirgends behauptet, dass dies meist oder gar stets der Fall sei (vergl. I. pag. 420. Punkt 2).