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Über einen kupfernen, annähernd halbkuffelförmig gestalteten Trinkbecher aus der Sammlung des hiesigen Kunstgewerbemuseums

Hauchecorne

Kurzfassung

Derselbe trägt folgende Inschrift: Hart eisen ich vor war, Ein Waser hell und klar Macht mich in wenig Stund zu Kupfer in Herrengrund. Ganz ähnlich lautende Inschriften tragen noch 8 gleiche Trinkbecher derselben Sammlung, z. B.: Wunder klingt ess in den oren Dass auss eissen ist kupffer vorden. 1742; oder: Dass diess kupfer ist von Eissen cimentiret kann man weisen. Wilst nicht glauben, frag nur wohl ess ist eine Stund von Neusohl, u. s. f. Diese Inschriften erwecken die Vermuthung, dass die Becher in Eisenblech geformt, demnächst durch Einlegen in kupferhaltige Wasser aus dem Herrengrunder Kupfererzbergwerk bei Neusohl in Cementkupfer unter Beibehaltung ihrer Gestalt, also gewissermaassen durch Pseudomorphosenbildung, umgewandelt und alsdann etwa durch Hämmern vollendet sein möchten. Da bekanntlich das zur Cementirung von Kupfer verwendete Eisenblech gänzlich zu zerfallen pflegt, während das Cementkupfer ein Haufwerk loser Krystalle bildet und nur bei Anwendung eines elektrischen Stromes dichtes Kupfer gefällt wird, ist Erkundigung darüber eingezogen worden, welche Wahrnehmungen man bei der Benutzung der kupferhaltigen Grubenwasser im Rammelsberg bei Goslar zur Cementkupfergewinnung durch Eisenabfäke gemacht hat.