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Die Entwickelung der Trias in Niederschlesien.

Noetling, Fritz

Kurzfassung

Einleitung. Ueber die Entwickelung der Trias in Deutschland besitzen wir durch die Arbeiten v. Alberti's, v. Seebach's, Giebel's, Eck's, Schmid's u. A. ein ziemlich umfassendes Bild. Zu den wenigen Gebieten, welche bisher weder geologisch noch paläontologisch genügend bekannt waren, gehört das Triasvorkommen in Niederschlesien, welches in Folgendem auf Grund einer von mir im Herbst 1879 ausgeführten geologischen Begehung und auf Grund reichen paläontologischen Materials beschrieben werden soll. Auch diese Darstellung ist indess noch lückenhaft; doch ist zu berücksichtigen, dass ich an einzelnen Punkten, wie Alt-Warthau, Wehrau etc. unter sehr ungünstigen Umständen arbeitete, da an diesen Orten in Folge des mangelnden Absatzes die Steinbrüche kaum mehr in Betrieb waren und der Schutt von mehreren Jahren die Sohle erfüllt und die Bruchwände verstürzt hatte, so dass nur unvollkommene Beobachtungen gewonnen werden konnten. Das Material für den paläontologischen Theil habe ich grösstentheils selbst gesammelt; ausserdem durfte ich die Sammlungen der Universität und der Bergakademie zu Berlin, der naturforschenden Gesellschaft zu Görlitz und die des Herrn Cantor Dressler in Löwenberg benutzen. Es sei mir erlaubt, an dieser Stelle den nachfolgend genannten Herren, welche meine Arbeiten durch ihre Unterstützung mit Rath und That aufs Liebenswürdigste gefördert haben, meinen herzlichsten Dank auszusprechen: Herrn Geh. Bergrath, Prof. Beyrich und Herrn Prof. Dames in Berlin, Herrn Prof. Eck in Stuttgart, Herrn Dr. Peck in Görlitz, Herrn Cantor Dressler in Löwenberg, Herrn Kalkbrennereibesitzer Kloster in Gross-Hartmannsdorf, Herrn Gutsbesitzer und Amtsvorsteher Ueberschaaer in Gröditzberg.