Original paper

Über mehrere, zumeist neue Lituiten, welche in norddeutschen Geschieben vorkommen, und legte dabei eine Anzahl der seiner Darstellung zu Grunde liegenden Exemplare, darunter auch die Originale der neuen Arten, der Gesellschaft vor.

Remelé, A.

Kurzfassung

Zuerst von Wahlenberg ist bei dieser Gattung gekrümmter Cephalopoden zwischen perfecten und imperfecten Lituiten unterschieden worden, und dieser Eintheilung ist Quenstedt in seinen paläontologischen Werken sowie auch C. Lossen in seiner verdienstlichen Arbeit über Lituiten im Wesentlichen beigetreten. Letzterer bezeichnet, übereinstimmend mit Quenstedt, als perfectiores solche Formen, die eine kleine Spirale und einen sehr langen geraden Theil haben, und als imperfectiores diejenigen, welche bei grosser Spirale sich nur wenig in gerader Linie erstrecken. Nun hat aber Wahlenberg als Beispiel eines imperfecten Lituiten eine mit langem gestreckten Arm versehene Form speciell hervorgehoben, welche in Knorr's und Walch's Naturgeschichte der Versteinerungen, Suppl.-Taf. IV. b. Fig. 1, bereits abgebildet und mit dem gleich zu erwähnenden Lituites Decheni identisch ist; und auch bei andern Arten derselben Gruppe ist eine solche grössere Ausdehnung des freien Schalentheils zu beobachten. Dabei ist die zumeist, aber nicht immer von zusammengeschlossenen Windungen gebildete Spiralscheibe der imperfecten Lituiten zwar häufig von relativ grosser Breite (Lituites Danckelmanni etc.), zuweilen aber auch von kleinerem Durchmesser (Lituites Decheni). Ein wesentliches, bisher nicht genügend berücksichtigtes Moment für die Unterscheidung der beiden Abtheilungen beruht in der Form des gestreckten Arms; wenn man dieses in Betracht zieht, so lässt sich die Eintheilung in nachstehend angegebener Weise charakterisiren: [...] Schliesslich kam der Vortragende auf seine in der März-Sitzung bezüglich der Herkunft unserer Diluvialgeschiebe gemachten Bemerkungen zurück, und gab der Ansicht Ausdruck, dass wenigstens für die mittleren und westlichen Theile der norddeutschen Tiefebene der gegenwärtige Boden Ehstlands unserem Diluvium keine Materialien geliefert habe, dass dabei vielmehr nur Gebirgsmassen, die eine westlichere Lage hatten, in Betracht kommen können.