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einige ergänzende paläontologische Mittheilungen aus dem oberen Jura von Hanover.

Struckmann, C.

Kurzfassung

Derselbe hob zunächst, im Anschluss an seine vor Kurzem erschienene monographische Darstellung der Wealdenbildungen der Umgegend von Hannover (Hannover, Hahn'sche Buchhandlung, 1880) hervor, dass, nach seinen Untersuchungen, zwischen den marinen Schichten des oberen Jura und den Brakwasser- und Süsswasserbildungen des Hannoverschen Wealden ein sehr allmählicher Uebergang stattfindet. Von den bislang beobachteten organischen Resten des Hannoverschen Purbecks finden sich fast 1/3 bereits in den älteren Juraschichten, während etwa 3/4 auch im eigentlichen Wealden (Hastingssandstein und oberer Wälderthon) gefunden werden; der Purbeck kann daher mit Recht als unterer Wealden bezeichnet werden. Während also auf der einen Seite die marinen Portlandschichten ganz allmählich in die brakischen Niederschläge des Purbecks übergehen, stehen andererseits die letzteren in einem so engen paläontologischen Zusammenhange mit den eigentlichen Wealdenschichten, welche ebenfalls eine nicht unerhebliche Anzahl von Wealdenarten aufweisen, dass eine Trennung unthunlich erscheinen muss. Die Wealdenfauna trägt einen durchaus jurassischen Charakter, und da dieses nach den Untersuchungen von Schenk auch mit der Wealdenflora der Fall ist, so betrachtet der Vortragende die gesammten Wealdenbildungen als die jüngsten Glieder des Juragebirges, während derselbe es für unnatürlich hält, die Wealdenbildungen in der Art zu trennen, dass der untere Wealden oder Purbeck dem oberen Jura, der mittlere und obere Wealden aber der Kreideformation zugetheilt wird. Es ist dem Redner gelungen neuerdings noch einige weitere Thatsachen zu beobachten, welche zur Bekräftigung seiner Auffassung angeführt werden: [...]