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Über Coccosteus

von Koenen, Adolf

Kurzfassung

Ferner bemerkte er, es seien Zweifel ausgesprochen worden, ob das Exemplar wirklich zu Coccosteus gehöre, von welchem er auf der Versammlung in Jena durch Hrn. v. Seebach Mittheilung machen resp. eine Photographie vorlegen liess (diese Zeitschrift Bd. XXVIII. pag. 667). Diese Zweifel seien aber unberechtigt, und er lege jetzt das Stück von Coccosteus Bickensis selbst nebst den betreffenden Abbildungen von Pander (Placodermen) und Egerton (Quart. Journ. Geol. Soc. XVI.) vor. Das Exemplar hat etwa 140 Mm. Gesammtlänge gehabt, wovon ca. 60 Mm. auf die massig gewölbte, nur ca. 20 Mm. breite mittlere Rückenplatte kommen. Ausser dieser liegen jetzt noch drei andere Arten von Bicken vor, von welchen Redner die eine Herrn Koch verdankt. Das Exemplar enthält die mittlere Rücken- und Nacken-Platte und die, leider verdrückten, Rücken- und Nacken-Platten der rechten Seite. Diese Art, welche Coccosteus carinatus heissen mag, schliesst sich zunächst an C. decipiens AG. an; sie hat eine deutlich gekielte mittlere Rückenplatte, deren fast ebene Seitentheile um ca. 90 Grad gegen einander geneigt sind. Dieselbe ist ca. 60 Mm. lang und hinten 40 Mm. breit, vorn etwas schmäler und zeigt eine bei Coccosteus ungewöhnliche, mehr regelmässige Anordnung der Tuberkeln in Reihen, welche mehr oder weniger genau dem äusseren Rande der Platte folgen. Die davorliegende mittlere Nackenplatte (= No. 1 bei Pander, Placodermen t. 3. f. 1) ist nicht gekielt, sondern mässig gewölbt, hinten 21 Mm., vorn 18 Mm. breit und 28 Mm. lang. Die beiden anderen Arten von Bicken gehören einem wesentlich verschiedenen Typus an, und zwar nähern sie sich mehr dem Coccosteus Milleri, von welchem Egerton a. a. O. ein Schema giebt.