Original paper

Ueber das Vorkommen von Phosphorit- und Crünsand-Geschieben in Westpreussen.

Hoyer, M.

Kurzfassung

Das Auftreten der Phosphorite als Diluvialgeschiebe im Gebiete der unteren Weichsel constatirte Herr Jentzsch im Herbste vergangenen Jahres durch Auffindung solcher am Nogatufer bei Marienburg. Gemeinschaftlich mit demselben beobachtete ich das Vorkommen derselben bei Dirschau und Gross-Gärtschau. Da eine technische Ausbeutung dieses Mineralvorkommens auf ursprünglicher Lagerstätte in den Bereich der Möglichkeit gezogen werden konnte, so habe ich versucht, sowohl das Verbreitungsgebiet, als auch die ursprüngliche Lagerstätte desselben festzustellen. In geradezu überraschender Häufigkeit finden sich dieselben in einer Grandablagerung bei Langenau, zwischen Dirschau und Danzig, wo dieselben wohl an 10 - 15 pCt. der Geschiebe betragen mögen. Nördlich ist ihr Vorkommen sicher bis nach Danzig constatirt, östlich bis nach Pr. Stargard. Weiter südlich habe ich ihr Auftreten bei Klungwitz im Kreise Schwetz nachweisen können. Auf dem rechten Weichselufer sind als Fundpunkte Marienwerder und Marienburg anzuführen. Eine weitere Verbreitung stromaufwärts ist natürlich nicht ausgeschlossen, jedoch noch nicht mit Sicherheit beobachtet. Das Vorkommen dieser Phosphoritgeschiebe im Diluvium würde sich diesen meinen Beobachtungen zu Folge auf das Gebiet der unteren Weichsel beschränken und zwar in der Weise, dass das Weichselthal selbst in jene Diluvial-Ablagerungen, welche die Phosphoritgeschiebe führen, eingeschnitten ist. Auf diesem Flächenraum sind jedoch die Phosphorite nicht an allen Punkten gleichmässig verbreitet, sondern strichweise lässt sich ihr Auftreten in grösserer oder geringerer Anzahl wohl beobachten, wie der beifolgende Holzschnitt zeigt.