Original paper

Nochmals die Krystallform des Cyanits.

Bauer, Max

Kurzfassung

Mit dem ersten Heft des 5. Bandes der Zeitschrift für Krystallographie etc. kommt ein neuer Aufsatz des Herrn G. vom Rath über das oben genannte Thema in meine Hände. Ich hatte anfangs geglaubt, eine weitere Aeusserung hierüber meinerseits umgehen zu können, da ich auch nach dem. Studium dieser Arbeit meinen Standpunkt, wie er besonders in meiner zweiten Abhandlung genauer präcisirt ist, in jedem Punkt aufrecht zu erhalten in der Lage bin. Eine genauere Durchsicht hat mich aber erkennen lassen, dass es zur Verhütung von Missverständnissen vielleicht gut ist, einige Punkte einer nochmaligen - wohl der letzten - Besprechung zu unterziehen. Ich muss dabei, um Wiederholungen zu vermeiden, die Bekanntschaft mit meinen beiden citirten Arbeiten über den Cyanit, sowie mit denjenigen des Herrn G. vom Rath über dasselbe Mineral voraussetzen. Zunächst muss ich vor Allem der Behauptung des Herrn G. vom Rath widersprechen, ich hätte in meiner zweiten Arbeit ,Ergebnisse neuer Untersuchungen nicht niedergelegt." Ich habe im Gegentheil sehr vielfache neue Untersuchungen, besonders über die Lage der Ebene der optischen Axen gegen die ebenen Winkel auf Fläche M, angestellt und auf Grund derselben die Arbeit abgefasst, wie ich auch a.a.O. wiederholt ausdrücklich bemerkte, und wenn ich die Resultate dieser neuen Untersuchungen nicht völlig ausführlich, wie in meiner ersten Arbeit, mittheilte, so geschah das nur deswegen nicht, weil sie mit jenen ersten auf das vollständigste übereinstimmten. Herr G. vom Rath wird aber zugeben, dass neue Untersuchungen am Polarisationsinstrument ebenso gut neue Untersuchungen sind wie solche am Goniometer, wie er selbst sie angestellt hat.