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Über hercynische und silurische Typen im rheinischen Unterdevon.

Kayser, Emanuel

Kurzfassung

Derartige Typen kennt man bereits in ziemlicher Anzahl, und zwar treten sie ausser in den Schiefern von Wissenbach und den Kalken von Greifenstein und Bicken besonders bei Daleiden und Waxweiler auf, woher unter anderen der merkwürdige Spirifer Davousti Vern. und Daleidensis Steininger stammen. Zu den bereits bekannten Hercyn-Typen kommt nun noch eine Reihe weiterer, vom Vortragenden neuerdings in der Sammlung der geologischen Landesanstalt aufgefundener. Als solche wurden vorgelegt: 1. Capulus hercynicus Kays. (Aelteste devon. Fauna d. Harzes t. 14). Diese wichtige, auch in Böhmen nicht fehlende Art des Harzer Hercyn hat sich bei Zeppenfeld unweit Neunkirchen im Siegen'schen gefunden, und zwar in Schichten, die denen von Daleiden und Waxweiler im Alter nahe zu stehen scheinen. Die rheinische Form kommt der harzer var. acuta A. Roem. am nächsten. 2. Cardiola Grebei n. sp. Eine schöne, grosse Form, in Umriss und Sculptur der bekannten Cardiola retrostriata vergleichbar, aber durch beträchtliche Grösse (es wurden bis 10 Cm. lange und 5 Cm. hohe Exemplare vorgelegt) und 14 bis 20 flache, von den Wirbeln ausstrahlende Rippen ausgezeichnet. Die Art steht Cardiola gigantea Kays. (l. c. t. 18 und 36) nahe, hat aber weniger zahlreiche und breitere Rippen. - Sehr häufig in den Hunsrückschiefern von Gemünden. Ansserdem gehört wahrscheinlich auch eine grosse Muschel aus den dem oberen Unterdevon angehörigen, brachiopodenreichen Schiefern von Olkenbach (unweit Wittlich) hierher, und dann würde die Art in 2 weit getrennten Horizonten des rheinischen Unterdevon erscheinen.