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Zur Gattung Palaeonautilus.

Remelé, A.

Kurzfassung

In einer Abhandlung, welche als erster Anfang meiner Untersuchungen über die dem Untersilur angehörenden märkischen Geschiebe anfangs Juni vorigen Jahres in der "Festschrift für die 50jährige Jubelfeier der Forstakademie Eberswalde" erschienen ist, habe ich pag. 246 ff. unter dem Namen Palaeonautilus ein von mir als neu angesehenes Cephalopoden-Geschlecht beschrieben, dessen Gattungscharakter dort folgendermaassen präcisirt ist: "Testa in spiram omni parte exporrecta carentem convoluta, anfractibus per axem in plano jacentibus latitudine superante altitudinem, iisdem contiguis ac plus minusve involutis paullumque aut modice increscentibus, umbilico magis minusve impresso; siphone lateri ventrali adhaerente aut proxime admoto. Thalamorum septa omnino fere simplicia; ultima cella longa, margine exteriore simpliciter curvato aut a tergo sinuato praedita. Superficies transversim striata aut praeterea costata." Nachstehend folgt zunächst eine Copie von vier l. c. gegebenen Abbildungen des Fossils, welches meiner Darstellung als Ausgangspunkt gedient hat. [...] Erst nach der Veröffentlichung dieser Geschiebe-Versteinerungen in der genannten Schrift und in der Juli-Sitzung 1880 der geolog. Gesellschaft las ich die von M' Coy und Salter gegebenen Beschreibungen eines Fossils aus dem englischen Bala limestone (Upper Bala Sedgwick's), welches Ersterer als Trocholites planorbiformis Conrad, Letzterer als Lituites planorbiformis Conrad sp.? aufführt, und konnte daraus leicht entnehmen, dass demselben die nämliche generische Stellung zukommt, wie den hiesigen Palaeonautilus-Resten und den analogen von Eichwald zu Clymenia gerechneten Ehstländischen Formen.