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Über ein Geschiebe ähnlich Paradoxides Oelandicus Sjögt

Remelé, Ad.

Kurzfassung

Legte mehrere Stücke eines zu Eberswalde vom Gymnasiallehrer Hentig gefundenen Geschiebes vor, welches ganz dem von Herrn Dames in der November-Sitzung des Jahres 1879 besprochenen Rixdorfer Geschiebe mit Paradoxides Oelandicus Sjögr. entspricht. Das Gestein ist ein ziemlich mürber, hell graugrüner Mergel, in welchem - freilich gut nur unter der Lupe sichtbar - sehr kleine weisse Knötchen von erdigem, kohlensaurem Kalk, sowie auch winzige Kalkspathlamellen zerstreut sind; zugleich sind einzelne grössere Nester von deutlich krystallinischem Schwefelkies eingesprengt, durch dessen Oxydation sich dünne Anflüge von Eisenocker gebildet haben. Eine im Laboratorium des Vortragenden von Herrn A. Will ausgeführte Analyse ergab: 23,17 SiO2, 8,01 Al2O3, 1,49 Fe2O3, 35,61 CaO, 0,83 MgO, 27,21 CO2, 2,31 Glühverlust excl. CO2, Summa = 98,63. Das gefundene Eisen gehört ohne Zweifel vorzugsweise als Oxydul dem beigemengten Glaukonit an, auf dessen Kaligehalt der Verlust bei der Analyse z. Th. zurückzuführen ist. Dieses Mineral ist nicht, wie bei dem glaukonitführenden Orthocerenkalk, in isolirten Körnchen ausgebildet, sondern gleichmässig durch die Gesteinsmasse vertheilt; nur dem bewaffneten Auge treten hier und da dunklere Pünktchen hervor. Das bei Rixdorf entdeckte Stück ist von gleicher petrographischer Beschaffenheit, die Farbe wohl etwas lebhafter grün und nicht ganz so homogen, allein dieser Unterschied ist kaum nennenswerth. In dem vorgelegten Geschiebe fanden sich nun sehr schön erhalten eine Glabella mit Resten der Seitenflügel und ein grosses Randschildfragment von Paradoxides Oelandicus. Sjögr.; [...]