Original paper

Über Resultate einer Brunnen-Bohrung im Berliner Generalstabsgebäude

Berendt, G.

Kurzfassung

Berichtete unter Vorlegung der betreffenden Bohrproben über die inzwischen erlangten Resultate der in voriger Sitzung von Herrn Hauchecokne betreffs der technischen Ausführung besprochenen Brunnen - Bohrung im hiesigen königl. Generalstabsgebäude. Die Bohrung ergiebt: 5,6 m aufgefüllten Boden, 0,9 m Jung-Alluvium (Moorerde), 1,8 m Alt-Alluvium (Thalsand), 68,6 m Unteres Diluvium (Spathsande und Grande, z. Th. mit Geröll und Paludina diluviana Kunth), 52,5 m Märkische Braunkohlenformation (Kohlensand, Glimmersand u. Kohlenletten wechsellagernd), 3,5 m Septarienthon, in welchem die Bohrung vorläufig eingestellt wurde. Uebereinstimmend mit den in einer früheren Sitzung bereits gemachten Mittheilungen über die Ergebnisse der jüngsten Berliner Tiefbohrungen ist somit der Septarienthon, und zwar unter Braunkohlenformation, in 129,4 m Gesammttiefe oder etwa 123 m unter Berliner Dammmühlen-Pegel abermals getroffen worden.