Original paper

Ueber einige neue devonische Brachiopoden.

Kayser, Emanuel

Kurzfassung

Ich gebe im Folgenden die Beschreibung von vier neuen, interessanten, in letzter Zeit in meine Hände gelangten Devonbrachiopoden. Die Originale befinden sich mit Ausnahme der zuerst zu beschreibenden Art in der Sammlung der geologischen Landesanstalt zu Berlin. 1. Spirifer Winterii. Fig. 1. Charakteristik. Das mittelgrosse Gehäuse ist von vollkommen ovalem, stark quer ausgedehntem Umriss, mit etwa in der Mitte liegender grösster Breite. Beide Klappen etwa gleich und mässig stark gewölbt. Schnabel nicht lang, ziemlich schwach gekrümmt. Sinus in der äussersten Spitze des Schnabels beginnend, mässig breit, aber nicht tief werdend. Sattel ziemlich schmal, von mässiger Höhe. An der Stirn greift die kleine Klappe mit breit-spitzbogiger Zunge in die grosse ein. Auf jeder Seite von Sinus und Sattel liegen etwa 10 ziemlich scharfe, durch etwas breitere, flache Zwischenräume getrennte, einfache, gerade Radialrippen. Ausserdem bilden sich auch auf Sinus und Sattel einige, erst in der Nähe des Randes deutlich vortretende Falten aus; und zwar waren bei dem der Beschreibung zu Grunde liegenden Exemplare zu beobachten: auf dem Sattel 2 mittlere, durch eine seichte Furche getrennte, und je eine seitliche; im Sinus dagegen eine stärkere mittlere und je eine schwächere seitliche. Das einzige untersuchte Exemplar hatte folgende Dimensionen: Länge 18, Breite 26, Dicke 14 mm. Fundort und Niveau. Im mitteldevonischen Kalk der Eifel, bei Gerolstein, woselbst das einzige bisher bekannt gewordene Exemplar durch Herrn Apotheker Winter aufgefunden wurde, dem zu Ehren ich die Art benenne. Bemerkungen.