Original paper

Ueber Sigillaria Brasserti Haniel.

Haniel, J.

Kurzfassung

Der Stamm ist mit ei- bis birnförmigen Blattnarben bekleidet, die in Längsreihen nach dem Quincunx (5/9) geordnet sind. Die Blattnarben sind 6 mm lang, an der breitesten Stelle 5 mm breit, sie stehen 5 mm, also fast Narbenlänge, von einander entfernt. Oberhalb der Blattnarbe ist fast ein Drittel des Zwischenraumes zwischen je zwei Blattnarben glatt, der übrige Theil scharf querrunzelig. Durch die Verbreiterung der benachbarten Blattnarben wird das Zwischenfeld in der Mitte verengt. Von den drei Gefässnärbchen, welche im oberen Theile der Blattnarbe liegen, ist das mittlere klein, punktförmig, die beiden seitlichen linienförmig einwärts gebogen, bisweilen das mittlere fast umschliessend. Die innere Seite der Rinde ist gerippt; die Rippen sind flach gewölbt, fein längsgestreift, etwa 4 mm breit, in der Gegend der Blattnarben etwas höckerig erhöht, mit einer kleinen kreisförmigen Gefässbündelnarbe, welche 13 mm von einander entfernt stehen. Schwer ist es, eine grössere Aehnlichkeit mit einer anderen Art herauszufinden, nur die Form der Narben erinnert etwas an Sigillaria scutellata. Vorkommen: Bisher nur im Hangenden des Flötzes No. 4 der Zeche Mathias Stinnes bei Carnap in Westfalen. Das Original befindet sich im Museum des naturhistorischen Vereins für Rheinland und Westfalen, und verdanke ich dasselbe der Liebenswürdigkeit des Herrn Bergrath Schrader zu Mülheim an der Ruhr.