Original paper

Über die Trias, deren architektonischen Bau in Lothringen und Luxemburg.

Van Werwecke, Leopold

Kurzfassung

Der Aufbau Lothringens und Luxemburgs ist, wie sich bei den neuen Untersuchungen herausgestellt hat, ein complicirterer als man früher annahm. Namentlich die grossen Gebirgsstörungen sind früher fast gänzlich übersehen worden, selbst die neue Karte von Wies führt davon nichts auf; so dass eine neue Untersuchung von Luxemburg ein Erforderniss wurde. Zunächst wurde aufmerksam gemacht auf die wiederholte sandige Entwickelung nicht nur in der Trias, sondern auch im Lias und daraus der Schluss gezogen, dass nach den Ardennen hin, wo diese sandigen Entwickelungen besonders auftreten ein früheres Meeresufer bestanden haben muss.Die erste auffallende sandige Entwickelung ist im unteren Muschelkalk - der Muschelsandstein, dann der Sandstein und Conglomerat im Muschelkalk bei Bettendorf und im Kanton Redingen. - Der Keuper beginnt schon an der Mosel sandiger zu werden; der mittlere Keuper, an der Mosel mit 6 m mächtigen sandigen Bänken, ist an den Ardennen zu mächtigen Conglomeraten und Sandsteinen entwickelt. Auffallend sandige Entwickelung im Lias sind der Luxemburger Sandstein, welcher den Schichten mit Ammonites angulatus entspricht, in der Nähe von Arlon auch in das Niveau der arieten Ammoniten hinaufgeht, der Grès de Vieten, welcher dem Lias beta und delta ungefähr entspricht, und der Masigno d'Aubange, ident mit Schichten mit Ammonites costatus. Damit schliesst die Reihe der Sandsteinbildungen. Es kommen in Lothringen und Luxemburg zahlreiche Verwerfungen vor, - es ist auffallend, dass im Bereiche dieser zahlreichen Verwerfungen der Muschelkalk in hohem Grade krystallinisch ist, während er normal wird, wo die Verwerfungen spärlich auftreten.